Wir haben als Kinder gelernt, „Danke!“ zu sagen, wenn wir Geschenke oder Hilfe von anderen erhalten haben. Wir haben erlebt, dass wir durch unser Danken bei unserer Großmutter, unserer Mutter, unserem Vater … Freude, Respekt und Wohlwollen auslösen konnten. Es ging uns auch selbst gut, nachdem wir uns bedankt hatten.
Dankbarkeit ist ein Beweis dafür, dass wir das Leben verstanden, angenommen und aus ihm gelernt haben, was zu lernen war. Fällt es uns schwer, dankbar zu sein, so haben wir nicht genau genug hingesehen und haben nicht ganz verstanden. Wir haben die Chancen des Tages nicht bewusst genug erkannt und deshalb zu wenig genützt. Es fällt uns dann schwer, das Glückliche, Positive in jeder Situation zu erkennen.
Dankbarkeit ist uns von Natur aus angeboren. Sie ist eine mächtige Hilfe auf dem Weg zu unserer Geburtsvision und lässt sich durch bewusstes Beobachten des Tagesablaufes trainieren: Wir danken gerne, wenn wir wissen wofür.
Übung – „Die Segen zählen“
Nachdem du morgens gesagt hast: „Heute nehme ich mein Leben so an, wie es ist.“ füge hinzu: „Ich will erkennen, dass alles, was mir begegnet, eine Hilfe für mich ist. Ich bitte um Hilfe dabei – Danke für die Hilfe.“
Beobachte nun sehr genau die folgenden neunzig Minuten: Irgendwann wird eine Situation kommen, in der du das Gefühl hast: „Mein Leben läuft schief.“ Beispielsweise fällt dir etwas zu Boden, du hast kein warmes Wasser, du findest einen Gegenstand nicht, das Wetter macht dir einen Strich durch deine Tagesplanung, jemand will etwas von dir gerade in dem Moment, in dem du es eilig hast… . Bemerke diese Situation. Freue dich, dass du wach genug warst, sie wahrzunehmen und schreibe sie unbedingt auf! Versuche, zu verstehen, wobei dir diese Situation helfen will und bedanke dich dafür.
Beobachte dann deinen Tag: Du wirst sehen, wie du sofort mehr Energie verspürst und wie den ganzen Vormittag lang alles runder, glatter, synchroner läuft. Die Wirkung hält oft bis zum Abend an.
Überlege abends, was du beobachtet hast und sei neugierig auf die kleine „Katastrophe“ am nächsten Morgen. Freue dich darüber, dass du lernst, von äußeren Einflüssen unbelastet und Herr/in deiner Stimmungen zu sein. Bedanke dich bei deinem Inneren dafür.
Sprich am nächsten Morgen wieder deinen Wunsch aus und beobachte, was geschieht. Führe diese Übung mindestens vierzehn Tage lang jeden Tag durch – gemeinsam mit dem Annehmen des Tages. Danach bleibe so lange dabei, wie es dir Spaß macht – am besten für immer. Erinnere dich an diese Übung, wenn die Freude in deinem Leben abnimmt.